Das besondere elektronische Anwaltspostfach (beA) kann frühestens im 2. Halbjahr 2017 in eine Kanzleisoftware integriert werden.

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Anwälte, die mit einer Kanzleisoftware arbeiten, werden das besondere elektronische Anwaltspostfach frühestens ab dem 2. Halbjahr 2017 nutzen können. Das teilte der Software Industrieverband Elektronischer Rechtsverkehr am 16.12.2016 mit.


In einer Stellungnahme vom 16.12.2016 lässt der Software Industrieverband Elektronischer Rechtsverkehr (SIV-ERV) wissen, dass eine Integration des besonderen elektronischen Anwaltspostfachs (beA) in Kanzleisoftware bislang nicht möglich ist. Zwar ist das Anwaltspostfach Ende November mit fast einem Jahr Verspätung online gegangen, eine technisch hinreichend aufbereitete Schnittstelle zum beA und die notwendige Testumgebung stehen aber laut dem Interessenverband der Hersteller von Kanzlei-Software noch nicht zur Verfügung.

 

Obwohl die für das beA verantwortliche Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) nach eigenen Angaben das System im September technisch fertig gestellt hatte, wird sie nach Auskunft des Verbands erst zum Jahreswechsel 2016/17 ein taugliches Testsystem bereitstellen, mit dem die Softwarehersteller mit der Integration beginnen können.

 

Nach Abschluss einer gemeinsamen Phase der Erprobung und Qualitätssicherung soll die BRAK nach LTO-Informationen eine Art Abnahme durchführen. Erst danach soll die Schnittstelle in den Echtbetrieb gehen. Die Anwälte werden nach Angaben des SIV-ERV, dem die größeren Hersteller von Kanzlei-Software angehören, das Postfach "jedoch keinesfalls vor dem 2. Halbjahr 2017" aus ihrer Kanzlei-Software heraus nutzen können.

 

Über den weiteren Verlauf der Entwicklung werden wir zeitnah berichten.

 

Weitere Einzelheiten zum beA können Sie der Internetseite der BRAK (www.bea.brak.de) entnehmen.